BRANDGEFAHREN DURCH ELEKTRISCHEN STROM UND BRANDSCHUTZMASSNAHMEN

Brandgefahren

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Eine der Eigenschaften des elektrischen Stroms ist die Wärmeerzeugung. Diese ist entweder gewollt (Nutzwärme) oder sie ist ungewollt (Verlustwärme). Die in einer elektrischen Anlage aufgrund des Leiterwiderstandes entstehende Verlustwärme ist bei bestimmungsgemäßen Betrieb unproblematisch. Dagegen muss im Fehlerfall, z.B. an einer lockeren Klemme, einer Isolierfehlerstelle in einem Kabel oder in einem elektrischen Gerät, beispielsweise durch Überlastung, mit einer brandgefährlichen Verlustwärme gerechnet werden. Aus Sicht der Brandschadenverhütung ist in diesen Fällen besonders die Zündtemperatur der verwendeten Isolierstoffe und anderen brennbaren Materialien von besonderem Interesse.

Bedenkt man, das die in der Elektrotechnik verwendeten Isolierstoffe nur mit wenigen Ausnahmen organischer Natur und daher brennbar sind und dass Sauerstoff permanent vorhanden ist, sind alle zu einer Verbrennung erforderlichen Voraussetzungen vorhanden. Elektrische Betriebsmittel müssen so sicher wie möglich konstruiert, richtig ausgewählt, vorschriftsmäßig errichtet und in ordnungsgemäßen Zustand erhalten werden. Fehler lassen sich bekanntlich jedoch nicht immer verhindern.

Die Schadenursachenstatistik der Versicherer wies noch bis vor einigen Jahren einen Anteil von 20% durch Elektrizität verursachte Brände aus. Inzwischen ist dieser Wert gesunken. Zu dieser positiven Entwicklung kam es, da vermehrt besonders sensible Schutzgeräte, wie z.B. Fehlerstrom-Schutzschalter zum Einsatz kommen.

Die Aufwendungen für Brandschäden sind jedoch nicht im gleichen Maße gesunken, im Gegenteil. Grund für diese Entwicklung ist die ständige Zunahme elektrische Betriebsmittel und die weiter steigende Konzentration von Sachwerten in den Gebäuden, die bei einem Brand zerstört werden können. Sog. Millionenbrände sind die Folge. Besonders Bemerkenswert ist, dass in der Regel die Brandfolgewirkungen, wie Rauch und korrosive, toxische Brandgase zu Schadenerhöhung beitragen. So kam es vor, dass ein kleiner Schwelbrand an einer PVC Leitung so gut wie keinen Brandschaden, jedoch einen immensen Folgeschaden durch Rauch verursacht hat. Rauchgas war durch Gebäudehohlräume, Zwischendecken, Installationsschächten und fehlenden Wand- und Deckenabschottungen durch ein Geschäftshaus über mehrere Stockwerke gezogen. Hochwertiges Inventar wurde dadurch beschädigt. Brandschutz ist natürlich auch in erster Linie Personenschutz.

Mögliche Bandursachen durch elektrischen Strom:

  • Isolationsfehler
  • Überlastung
  • Nichteinhaltung von Mindestabständen
  • Unzulässige Montage elektrischer Betriebsmittel
  • Wärmestau
  • Unzureichende Reinigung
  • Mangelnder IP Schutz (Schutz gegen Feuchtigkeit und eindringen fester Körper (Staub, ...))
  • Unvollkommene Kurz- und Erdschlüsse
  • Störlichtbögen in Verteilungen
  • Neutralleiterunterbrechungen
  • Fehlende, mangelnde, unzureichende Wiederholungsprüfungen und Revisionen durch Fachleute